Stand: Oktober 2026
(1) Anbieter der Software SECULIQ ist Tom Zentgraf, handelnd unter der Bezeichnung „SECULIQ“, Cappenberger Str. 51c, 44534 Lünen, E-Mail: info@seculiq.de (nachfolgend „SECULIQ“ oder „wir“).
(2) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der webbasierten Software-Plattform SECULIQ (erreichbar unter my.seculiq.de) einschließlich der kostenlosen Testphase (nachfolgend „Plattform“).
(3) Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (nachfolgend „Kunde“). Mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB schließen wir keine Verträge. Der Kunde bestätigt bei der Registrierung, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen.
(5) Leistungen der sicherheitstechnischen Betreuung (insbesondere im Rahmen von „SECULIQ + Betreuung“) sind nicht Gegenstand dieser AGB, sondern werden in einem gesonderten Vertrag geregelt.
(1) Die Darstellung der Plattform und der Pakete auf seculiq.de ist kein bindendes Angebot.
(2) Mit Abschluss der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Kundenkontos zustande, über die wir per E-Mail informieren.
(3) Mit der Registrierung schließt der Kunde zugleich den Vertrag zur Auftragsverarbeitung (§ 15) ab.
(1) Neue Kunden können die Plattform 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen. Für die Testphase sind keine Zahlungsdaten erforderlich.
(2) Die Testphase endet automatisch. Ein kostenpflichtiges Abonnement entsteht nur, wenn der Kunde aktiv ein Paket bucht.
(3) Bucht der Kunde kein Paket, wird der Zugang nach Ablauf der Testphase gesperrt. Die in der Testphase gespeicherten Daten bleiben 30 Tage erhalten und werden danach gelöscht; wir weisen vorher per E-Mail darauf hin. Bucht der Kunde innerhalb dieser 30 Tage, kann er mit seinen Daten weiterarbeiten.
(1) Wir stellen dem Kunden die Plattform als Software-as-a-Service über das Internet zur Nutzung im Browser bereit. Der Leistungsumfang ergibt sich aus der Beschreibung des gebuchten Pakets auf seculiq.de zum Zeitpunkt der Buchung.
(2) In jedem Paket sind alle zum Buchungszeitpunkt freigeschalteten Module enthalten. Der Kunde kann eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern (Logins) für seine Beschäftigten und Beauftragten anlegen.
(3) Die Plattform wird auf Servern in Deutschland betrieben. Für die KI-Funktionen und den E-Mail-Versand setzen wir Dienstleister ein, die Daten in den USA verarbeiten; Näheres regeln die Datenschutzerklärung und der Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
(4) Module oder Funktionen, die als „demnächst“ oder „in Vorbereitung“ angekündigt sind, sind nicht Vertragsbestandteil, bis sie freigeschaltet werden. Werden sie freigeschaltet, stehen sie dem Kunden ohne Aufpreis zur Verfügung, soweit bei der Ankündigung nichts anderes angegeben ist.
(5) Wir unterstützen den Kunden bei der Einrichtung der Plattform, insbesondere bei der Übernahme vorhandener Daten (z. B. Mitarbeiter- oder Gerätelisten). Art und Umfang der Unterstützung stimmen wir im Einzelfall mit dem Kunden ab.
(6) Wir entwickeln die Plattform laufend weiter und dürfen Funktionen ändern, ergänzen oder ersetzen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist und der vertraglich vereinbarte Kernumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird. Wesentliche Einschränkungen kündigen wir mindestens 6 Wochen im Voraus an; der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Zeitpunkt der Änderung kündigen.
(7) Für die Nutzung benötigt der Kunde einen Internetzugang und einen aktuellen Webbrowser. Diese stellt der Kunde selbst bereit.
(1) Die Plattform enthält Funktionen, die mithilfe künstlicher Intelligenz Entwürfe erstellen, z. B. für Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen oder Unfallbeschreibungen, auch auf Grundlage vom Kunden hochgeladener Dokumente.
(2) KI-Ergebnisse sind Entwürfe. Sie können unvollständig, fehlerhaft oder für den konkreten Betrieb unpassend sein. Der Kunde ist verpflichtet, KI-Entwürfe vor ihrer Verwendung fachlich zu prüfen, an seinen Betrieb anzupassen und freizugeben.
(3) Für KI-Funktionen setzen wir einen externen Anbieter ein. Näheres regeln die Datenschutzerklärung und der Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Der Kunde gibt in KI-Funktionen nur die für den jeweiligen Zweck erforderlichen Daten ein, insbesondere keine Namen oder Gesundheitsdaten einzelner Personen.
(1) Wir bemühen uns um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform.
(2) Ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung, die wir nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchführen und rechtzeitig ankündigen, sowie Störungen, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen (z. B. höhere Gewalt, Störungen von Netzen Dritter).
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, schützt sie vor dem Zugriff Dritter und verwaltet die Berechtigungen seiner Nutzer selbst. Bei Verdacht auf Missbrauch informiert er uns unverzüglich.
(2) Der Kunde ist für die Richtigkeit und Vollständigkeit der von ihm eingegebenen Daten verantwortlich (z. B. Beschäftigte, Arbeitsmittel, Prüftermine, Unfälle).
(3) Der Kunde stellt sicher, dass er zur Eingabe und Verarbeitung der Daten berechtigt ist, insbesondere der personenbezogenen Daten seiner Beschäftigten.
(4) Der Kunde darf keine rechtswidrigen Inhalte hochladen und die Plattform nicht in einer Weise nutzen, die ihre Sicherheit oder Funktionsfähigkeit beeinträchtigt.
(5) Gesetzliche Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten (z. B. für Unfallanzeigen, Prüfnachweise) bleiben Pflichten des Kunden. Der Kunde sichert seine Daten vor Vertragsende über die Exportfunktionen der Plattform.
(1) Es gelten die Preise der bei Buchung aktuellen Preisliste auf seculiq.de. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Pakete „Handwerk“ und „Business“: Der Preis richtet sich nach der Mitarbeiterstufe. Ein Standort ist enthalten; für jeden weiteren Standort fällt ein Aufschlag laut Preisliste an.
(3) Paket „Handel“: Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Standorte gemäß der Staffel in der Preisliste. Die Anzahl der Mitarbeitenden ist nicht begrenzt.
(4) Mitarbeitende im Sinne dieser AGB sind alle Personen, die in der Plattform im Personal-Modul als aktiv geführt werden, einschließlich geringfügig Beschäftigter, Auszubildender, Praktikanten und Leiharbeitnehmer. Ausgeschiedene oder als inaktiv gekennzeichnete Personen zählen nicht.
(5) Standort im Sinne dieser AGB ist eine Betriebsstätte oder Filiale des Kunden mit eigener Anschrift. Nicht als eigener Standort gelten insbesondere Gebäude oder Lager auf demselben Betriebsgelände, Homeoffice-Arbeitsplätze, Baustellen, Projekte und Einsatzorte bei Kunden des Kunden.
(6) Der Kunde wählt das für ihn passende Paket selbst.
(1) Überschreitet der Kunde die gebuchte Mitarbeiterstufe oder legt er einen weiteren Standort an, wird der Zugang nicht eingeschränkt. Die Plattform weist auf die Änderung hin; die neue Stufe bzw. der zusätzliche Standort wird ab dem nächsten Abrechnungsmonat berechnet.
(2) Bei jährlicher Zahlung erfolgt der Abgleich der Mitarbeiterstufe zum Verlängerungszeitpunkt. Zusätzliche Standorte werden ab dem Folgemonat anteilig für die restliche Laufzeit berechnet.
(3) Verringert sich die Mitarbeiter- oder Standortzahl, gilt der niedrigere Preis ab dem nächsten Abrechnungszeitraum, bei jährlicher Zahlung ab der nächsten Verlängerung. Eine Erstattung für die laufende Laufzeit erfolgt nicht.
(1) Die Vergütung ist im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (Monat oder Jahr) fällig. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Rechnungen stellen wir elektronisch bereit.
(2) Bei Zahlungsverzug erinnern und mahnen wir den Kunden. Dauert der Verzug länger als 30 Tage, sind wir berechtigt, den Zugang auf Lesezugriff zu beschränken. Die Daten bleiben erhalten und können weiterhin eingesehen und exportiert werden.
(3) Dauert der Verzug länger als 60 Tage, sind wir zur außerordentlichen Kündigung berechtigt. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
(1) Wir können die Preise für bestehende Verträge mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 6 Wochen ändern. Die Ankündigung erfolgt per E-Mail.
(2) Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung kündigen. Wir weisen in der Ankündigung auf dieses Recht hin.
(3) Bei jährlicher Zahlung gilt der vereinbarte Preis fest bis zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit.
(1) Monatliche Zahlung: Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden.
(2) Jährliche Zahlung: Der Vertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten und verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, wenn er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit gekündigt wird.
(3) Die Kündigung erfolgt in Textform (z. B. per E-Mail an info@seculiq.de) oder über die Abonnement-Verwaltung in der Plattform.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Rabatte und Vorteile (z. B. Vorteil bei jährlicher Zahlung, Aktions- oder Pilotrabatte, Vorteile in Verbindung mit einem Betreuungsvertrag, Gutscheincodes) sind nicht miteinander kombinierbar. Es gilt jeweils der für den Kunden günstigste Rabatt.
(1) Die Plattform unterstützt den Kunden bei der Organisation und Dokumentation des Arbeitsschutzes. Vorlagen, Kataloge, Voreinstellungen, Fristen, der Compliance Check-Up und Empfehlungen sind Hilfsmittel. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und ersetzen keine Prüfung im Einzelfall.
(2) Die Verantwortung für den Arbeitsschutz im Betrieb, insbesondere für Gefährdungsbeurteilungen, Schutzmaßnahmen, Unterweisungen, Prüfungen, arbeitsmedizinische Vorsorge und Meldungen an Unfallversicherungsträger, verbleibt beim Kunden als Arbeitgeber.
(3) Die Nutzung der Plattform ersetzt nicht die gesetzlich vorgeschriebene Betreuung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit und einen Betriebsarzt.
(4) Voreinstellungen (z. B. Einstufung einer Vorsorge als Pflicht- oder Angebotsvorsorge, Prüfintervalle) sind Vorschläge. Der Kunde passt sie an die Ergebnisse seiner Gefährdungsbeurteilung und an die für ihn geltenden Vorschriften an.
(1) Soweit wir im Rahmen der Plattform personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeiten (insbesondere Daten seiner Beschäftigten), handeln wir als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Hierfür gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV), der mit der Registrierung abgeschlossen wird.
(2) Im Übrigen gilt unsere Datenschutzerklärung.
(1) Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht, die Plattform für eigene betriebliche Zwecke zu nutzen. Alle Rechte an der Plattform, ihren Vorlagen und Inhalten verbleiben bei uns bzw. unseren Lizenzgebern.
(2) Vorlagen und mit der Plattform erstellte Dokumente darf der Kunde für seinen eigenen Betrieb verwenden, ausdrucken und weitergeben, auch nach Vertragsende.
(3) Die vom Kunden eingegebenen Daten bleiben Daten des Kunden. Wir nutzen sie nur zur Erbringung unserer Leistungen.
(1) Mit Vertragsende wird der Zugang zur Plattform gesperrt. Der Kunde sichert seine Daten vor Vertragsende über die Exportfunktionen der Plattform (§ 7 Abs. 5). 90 Tage nach Vertragsende löschen wir die Daten, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Wir weisen vor der Löschung per E-Mail darauf hin. Vertrags- und Abrechnungsdaten bleiben für die Vertragsabwicklung und die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten erhalten. Bucht der Kunde innerhalb dieser 90 Tage erneut, kann er mit seinen Daten weiterarbeiten.
(2) Für Testkonten ohne Buchung gilt § 3 Abs. 3.
(1) Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist unsere Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist unsere Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
(5) Für den Verlust von Daten haften wir nur in der Höhe, die bei regelmäßiger und dem Risiko angemessener Datensicherung durch den Kunden (Export) entstanden wäre.
(6) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten unserer Erfüllungsgehilfen.
(1) Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn hierfür ein sachlicher Grund besteht (z. B. Gesetzesänderungen, neue Funktionen). Wir teilen Änderungen mindestens 6 Wochen vor ihrem Wirksamwerden per E-Mail mit.
(2) Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Widerspricht er, können beide Seiten den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen. Auf Frist, Widerspruchsrecht und Folgen weisen wir in der Mitteilung hin.
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist Lünen, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Vertragssprache ist Deutsch.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
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